Wo Roblox gefährlich wird

Roblox ist für viele Kinder und Jugendliche ein digitaler Treffpunkt. Sie bauen Welten, spielen Rollenspiele oder treffen Freund*innen. Auch extremistische Inhalte finden hier ihren Weg – versteckt in der Masse, selten reguliert.

Roblox ist keine redaktionell betreute Plattform. Jede*r kann Inhalte erstellen und ohne Vorprüfung veröffentlichen. Genau das wird ausgenutzt:

  • Räume mit extremistischen Symbolen
  • Welten, in denen reale Attentate nachgebaut werden
  • Spiele mit rassistischen, antisemitischen oder frauenfeindlichen Inhalten
  • Begriffe und Designs, die Filter bewusst umgehen

Das ist nicht die Regel, aber es passiert. Und es bleibt oft zu lange unentdeckt. Gerade für jüngere Nutzer*innen sind solche Inhalte schwer einzuordnen. Roblox ist kein per se gefährlicher Ort. Aber er ist strukturell offen und dadurch anfällig. Was fehlt, ist eine konsequente Moderation, vor allem bei jugendgefährdenden Inhalten.

Was können Eltern tun?

  • Roblox nicht pauschal verbieten – aber verstehen, wie die Plattform funktioniert
  • Mit dem Kind gemeinsam reinschauen
  • Fragen stellen: Was spielst du da? Mit wem redest du? Hast du mal etwas gesehen, das dich irritiert hat?
  • In den Austausch mit anderen Eltern gehen
  • Alternativen anbieten, wenn Roblox nicht mehr passt

Fast jede*r zweite Jugendliche zwischen 12 und 19 nutzt regelmäßig Gamingplattformen.
Digitale Räume sind Teil ihrer Welt. Wir müssen sie begleiten, nicht verteufeln. Dazu brauchen wir Wissen, Austausch und klare Haltung.